Die VDI 2700 im geschlossenen Fahrzeugtransport: Rechtliche Einordnung und Bedeutung

Autor: Christoph Stornik
Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2025
Christoph Stornik
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Die VDI 2700 im geschlossenen Fahrzeugtransport: Rechtliche Einordnung und Bedeutung
Die VDI 2700 im geschlossenen Fahrzeugtransport: Rechtliche Einordnung und Bedeutung

Was gilt für die Ladungssicherung und welche Rolle spielt die VDI 2700 wirklich?

VDI 2700: Überblick und Hintergrund

Die VDI 2700 ist eine bekannte Richtlinie in Deutschland, die sich mit der Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen beschäftigt. Sie wurde vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) herausgegeben und bietet detaillierte technische Empfehlungen, wie Ladung auf Fahrzeugen sicher befestigt und transportiert werden sollte. Besonders im Bereich des geschlossenen Fahrzeugtransports – etwa beim Transport hochwertiger Fahrzeuge in geschlossenen Trailern – wird häufig auf die VDI 2700 Bezug genommen.

Rechtlicher Status der VDI 2700

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass die VDI 2700 eine gesetzliche Verpflichtung darstellt. Tatsächlich handelt es sich bei der VDI 2700 um eine Richtlinie, nicht um ein Gesetz. Sie gibt technische Empfehlungen und beschreibt, wie die Anforderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) und des § 22 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bezüglich Ladungssicherung praktisch umgesetzt werden können.

Das heißt: Die VDI 2700 ist keine zwingende Vorschrift des Gesetzgebers. Sie stellt eine sogenannte „anerkannte Regel der Technik“ dar, kann aber nicht mit einem Gesetz oder einer Verordnung gleichgesetzt werden. Unternehmen und Fahrer*innen sind rechtlich verpflichtet, Ladung ausreichend zu sichern; wie sie dies tun, bleibt ihnen jedoch im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben überlassen. Die Einhaltung der VDI 2700 kann im Streitfall als Nachweis für eine fachgerechte Ladungssicherung dienen, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.

Bedeutung für den geschlossenen Fahrzeugtransport

Im geschlossenen Fahrzeugtransport werden besonders hochwertige oder sensible Fahrzeuge befördert, meist in speziell dafür konstruierten Trailern. Diese Transportart bietet bereits durch die Bauart des Fahrzeugs einen erhöhten Schutz vor äußeren Einflüssen. Dennoch gelten auch hier die allgemeinen Grundsätze der Ladungssicherung: Die Fahrzeuge müssen so verladen werden, dass sie sich während der Fahrt nicht bewegen oder verrutschen können.

Die VDI 2700 gibt auch für diesen Bereich wertvolle Hinweise, etwa zur Sicherung mittels Zurrgurten, Radvorlegern oder spezieller Fixiersysteme. Für viele Unternehmen ist sie daher ein wichtiges Arbeitsmittel, um die Sicherheit zu gewährleisten und Haftungsrisiken zu minimieren. Dennoch bleibt es den Unternehmen überlassen, ob sie die Vorgaben der VDI 2700 exakt umsetzen oder eigene, eventuell sogar bessere Methoden der Ladungssicherung nutzen.

Praxis bei PmP – Passion meets Performance GmbH

Die PmP – Passion meets Performance GmbH, als Spezialist für den geschlossenen Fahrzeugtransport, hat sich intensiv mit der VDI 2700 Richtlinie auseinandergesetzt. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden und hat gezielt Schulungen zur Ladungssicherung nach den Empfehlungen der VDI 2700 absolviert. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Transporte mit höchster Sorgfalt und unter Anwendung des aktuellen technischen Wissensstandes durchgeführt werden. Trotzdem ist zu betonen, dass eine verpflichtende Umsetzung der VDI 2700 nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. PmP wählt die Maßnahmen zur Ladungssicherung stets individuell und bedarfsgerecht, wobei auf die besonderen Anforderungen des geschlossenen Fahrzeugtransports eingegangen wird – dies kann, muss aber nicht immer exakt nach VDI 2700 erfolgen.

Gesetzliche Versicherungspflichten und zusätzliche Sicherheit bei PmP

Im Gegensatz zur VDI 2700 Richtlinie ist die CMR-Versicherung für den geschlossenen Fahrzeugtransport in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. PmP – Passion meets Performance GmbH verfügt über eine CMR-Versicherung mit einer Höchsthaftungssumme von 1,5 Mio. Euro, während für den reinen geschlossenen Fahrzeugtransport innerhalb Deutschlands eine gesetzliche Mindesthaftungssumme von 600.000 Euro gilt. Diese Versicherungspflicht unterstreicht die Sorgfalt, mit der PmP als konzessioniertes Transportunternehmen arbeitet und den Schutz Ihrer Güter sicherstellt. Zusätzlich wird jedem Kunden bei Angebotslegung eine Transportversicherung auf Basis der Allgemeinen österreichischen Transportbedingungen (AÖTB) bis zu einem Warenwert von 1,5 Mio. Euro angeboten, sodass auch besonders wertvolle Fahrzeuge umfassend abgesichert sind.

Allein diese Maßnahmen zeigen, dass PmP ihrer Sorgfaltspflicht weit über das gesetzlich geforderte Maß hinaus nachkommt und höchste Standards im geschlossenen Fahrzeugtransport setzt.

Fazit: Empfehlungen, aber keine Pflicht

Für Unternehmen, die im geschlossenen Fahrzeugtransport tätig sind, bietet die VDI 2700 eine solide Grundlage für die Planung und Durchführung der Ladungssicherung. Sie hilft, einheitliche Standards zu etablieren und die Sicherheit auf hohem Niveau zu halten. Rechtlich bindend ist sie jedoch nicht. Die Pflicht zur Ladungssicherung ergibt sich aus den geltenden Gesetzen und Verordnungen – nicht aus der VDI 2700 selbst.

Wir empfehlen dennoch, die VDI 2700 Richtlinie als praxisnahen Leitfaden zu nutzen und gegebenenfalls mit eigenen betrieblichen Standards zu kombinieren. Und wie die umfangreiche Versicherung und Zusatzangebote bei PmP zeigen, stehen der Schutz und die Sorgfalt gegenüber Ihren Fahrzeugen klar im Mittelpunkt unseres Handelns.

Bei weiteren Fragen zur Ladungssicherung, zu Versicherungen im geschlossenen Fahrzeugtransport stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Beitrag vom 03.12.2025